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Großer Kurvenzauber 2004           Verbreitung der Fotos nur mit meiner Erlaubnis
 
1. Tag
Freitag ging’s los. Kilometerstand in Wolfshausen: 13778. Tankrucksack und Gepäckrolle auf die MZ geschnallt (wozu braucht man Gepäckträger – ein alter Rückenprotektor auf dem Heck ist viel eleganter ;-) und rauf auf die Bahn. Richtung Kempten.

Kroatischer PC-Tiger...
Tankstelle Hockenheimring. Hier schien die Tour ein plötzliches Ende zu haben :-) Kommen da 3 Gestalten mit BLÖD-Hemd auf mein ostdeutsches Markenprodukt zu und bieten ihren Dienst als BLÖD-Reifencheck-Fachgruppe an. Bin ja nicht so und hab’ sie halt an den heißen Gummiringen schnuppern lassen. Erstaunlicherweise haben die Buben an 300 km frischen Pnös nix auszusetzen gehabt. Falscher Zeitpunkt Jungs – 8 Tage später hätte der Tiefenmesser bündig aufgelegen :-)
Weiter A7 bis Kempten Abfahrt 133 vor Kempten runter. 
Sonthofen, dann östlich B 308 nach Weissenbach südlich über Stanzzach B198 über Warth nach Lech.
Und dann kam der Regen. Hinter Landeck zunehmend und vehement. Wurde sowieso Zeit für ein Lager. Vorher noch in einem Lädchen ne Riesen Pizza per eleganter Mikrowellentechnik von kalt nach heiß transformieren lassen und wieder ab in den Regen um eine nette Pension aufzutreiben. Hab’ ich auch fix gefunden. 
2. Tag
 
Frühstück am nächsten Morgen war interessant. Ein Mensch aus Berlin war zum paragliden dort. Gut geschulter Kommunikationstechniker, wahrscheinlich ein Arbeitstier, kommunikativ und – frisch arbeitslos. Macht aber genau das Richtige und relaxt erst mal nach seinem Rauswurf und tankt neue Energie. Das finde ich konsequent.
Zum Abschied noch eine sehr nette Unterhaltung mit der noch netteren Tochter der Pensionsbesitzerin.

Am Gavia
Massenhaft Graubärte mit auf Fußhöhe abstehenden Zylindern unterwegs... ;-) Die Baghira - mit korrekt innerhalb des Rahmes verbautem Zylinder - rennt super.
Mit Affenzahn auf St. Anton zu. Pirellis MT60 sind im Regen einfach irre. Es ist mir sowas von Schnuppe, dass er dahinschmilzt wie Softeis in der Sonne... :-)
Reschenpaß punktgenau abgetrocknet. Baghira zeigt ihre/seine (wie sagt man denn nun?), Krallen.



Reschenpaß punktgenau abgetrocknet. Baghira zeigt ihre/seine (wie sagt man dennnun?), Krallen.
Mein Tipp: Von Male Vinosta über Laudis die N41 zum Umbrail. Kein Verkehr, kleine Sträßchen und keine Gruppen-Hysteriker mit exponentiell ansteigendem Adrenalin-Spiegel zu abnehmender Entfernung zum Stilfser Joch. Und überhaupt - soooo toll sind die ewig gleichen Kehren auch nicht... Zum Mehr-wertigen-Kurvenspaß später...


Frühling am Gavia
Der Kette noch ein paar homöopathische Tröpfchen Schmierstoff spendiert um dem bevorstehenden Leistungsverlust wg. weniger Sauerstoff im Spritzerstäuber vorzubeugen! :-)
Der Umbrail-Paß ist teilweise geschottert - klasse! Unterhalb vom Umbrail noch Brot und Käse gefuttert. Wie gut einfaches Futter draußen schmecken kann! Merkt man immer erst, wenn's soweit ist. Kurzer Abstecher noch zum Stilfser Joch. Runter, auf der Gegenseite, 2 total bescheuerte Yuppies? mit silbernen BMWs. Rempeln sich fast gegenseitig um - unglaublich!
Sehr gut fahrende Frau auf Honda Revere schraddelt mit ihrer Truppe Richtung Bormio den Berg runter. Hat Spaß gemacht, ihr zuzuschauen.
Weiter runter Richtung Bormio. An der Südseite vom Gavia Polizei an der Straße. Zerfetzte 1100er Honda? lag vor einer Hauswand... Da war kaum was, was nicht auf sofortigen Tod schließen ließ. Leichte Kurve mit Bodenwelle davor. Bei hohem Tempo kann das zum Aushebeln gereicht haben? -
Abstecher zum Passo di Tonale. 2 hirnrissige „Sportler“ jagen an mir vorbei. Genau in dem Augenblick, als ich selbst an einer Fahrradgruppe vorbeifahre. Ziemlich knapp das Ganze. Schnell sein ist das Eine - ätzende Rücksichtslosigkeit das Andere. 
Paß ansich ist eher langweilig. Halt Skigebiet. Zurück Richtung Edolo und zum Garda See.
Reno, tierischer Regen, Gewitter bleibt aber im Tal.
SMS von Dieter: „Du Arsch!“ Ich bin am tapezieren Beton machen und Elektrik verklemmen schönen Urlaub Du Heizer... 
(Hört sich das nach NEID an, oder bilde ich mir das nur ein?) ;-)
Sehr freundliche Leute in einem Fiat erklären mir den Weg zum Groce Domini. Nette Pension wenige Kilometer unterm Gipfel. Zimmer mit Dusche. 20 EUR, heißt Belvedere (Bis hierhin 986 Km, N45°55.056 O10°21.609), Ziellandung - kurz nach dem Einchecken regnet es wieder... Was man heutzutage so alles als Moppedfahrer mitführt! Kein Werkzeug mehr, aber Handy, Digitalknipse, Akkus, diverse Ladegeräte, GPS, Diktiergerät, Bartrasierer (2!) jaa, undund...

3. Tag
Heute soll's zum Groce Domini hoch und dann auf der N345 weiter. Dachte ich...

Wegpunkt unterm Groce Domini auf die N345 gemessen N45°54.383 O10°24.514

schmaler Weg vereist
2 freundliche Italiener Varadero V-Strom
haben mich allein weiterfahren lassen scheiß kleines Schlammstückchen 
 
 
 

 



N345 

Dafür Sonne satt muß sehen wie ich alleine zurück komme
Übermut tut selten gut Batterie tot!
Runter vom Groce D supersportliche Frau die den Berg geradezu raufrannte
Sehr empfehlenswertes Sträßchen von Bardolino Richtung Storo

Dann bin ich den Tremallzo hochgehämmert. Wunderbare „sportliche“ Strecke, strahlender Sonnenschein, schöne Wolkenbilder, wenig Motorradfahrer. 
Fetter BMW-Fahrer meint seine Kunst zeigen zu müssen, indem er ein Wohnmobil per durchdrehendem Hinterrad mit Steinen einstrahlt. Die alten Leute saßen drin... Was für ein Arschloch - oder? Hab' zu spät geschaltet - den Sack hätte man in die Mangel nehmen müssen. 
Tremallzo - Weiterfahrt gesperrt, hab ich da was verpaßt? :-) Umgedreht, macht aber nix.
Radfahrer sind hier eigentlich die Könige... 
Übrigens:
Meine R1, selig, wäre weitaus bequemer als MZ oder andere Enduros, wg. Position und Sitzbank - die zudem  durchgessen ist. Ja!
Nach Tremallzo kalten Latte Macchiato genossen seltsame Bedienung
Allein auf Tour hat Vor- u. Nachteile Große Beweglichkeit und Unabhängigkeit  Gesprächspartner fehlt schöne Momente teilen ist auch schöner 
Andererseits ist das Motorrad auch ein wunderbares Mittel zur Kontaktaufnahme Auf die Mz werde ich häufig angesprochen 
Es gibt kein ideales Motorrad für die Berge jedes hat seinen eigenen Anspruch und Spaß am FAHREN hat, der wird es mit jedem Töff haben, dass er/sie auch anderswo bewegt. 
Das ganze Gerede um Alltagstauglichkeit alles Quatsch
Strecke von Roverrero nach Fulgaria sehr schön zu fahren
Aber es kommt noch besser:
Absolutes Highlight: Von Asiago über Gallio - Campomolo - Lazzaretti - Fosa nach Valstagna 
Cardartig 2-3-2-3-…. SchaltenBremsenGasSchaltenBremsenGasSchal... Was für irres Kurvensträßchen! Das ist tausendmal spannender als die doch doch mehr oder weniger regelmäßigen Paßsträßchen. Es ist wie in einem immer schneller laufenden Film, bei dem man die immer genau in die Mitte gucken muß. Nach zig hundert Kilometern auf kleinen Sträßchen allein an diesem Tag stellt sich bei mir sone Art Rage ein. Aber es bleibt genügend Respekt...
In Valstagna spuckt mich dieses Bergsträßchen total kurvenbesoffen wieder aus. Mein Faible für's Slalomfahren ist hier voll befriedigt worden...

Wetter wieder besser. Zwischendurch hat's geregnet 
Sonntag 398 km 57,3km/h Durchschnitt Gesamtkilometer 1385 km. Teures Hotel 35 EUR sehr  nette Bedienung Frühstück 
Gestern abend irre Fahrt mit R1-Fahrer vor Monte Grappa 
Wenn man nur bescheuert genug fährt - fährt man auch schneller... Fragt sich - wie lange...




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4. Tag
Restaurant "Stella Alpina" N46° 15.559’ O12° 49.981
Auf der schmalen Strasse nach Idria ein Berg names VOLVO
Selce: 1968 letzte etappe 583 km 68,6 ! 8:30 min reine Fahrzeit 
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