Wie alles begann
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Als unsere Eltern in den 50ern ihre Moppeds fuhren, war es oft wirtschaftlicher Zwang. Heute ist es Lifestyle mit "Show-Rooms" und schickem Ambiente. In beidem finde ich mich nicht wieder. Ich will einfach nur MOTORRAD fahren. Ohne diesen ganzen affektierten Habitus des "Bikers". Wenn ich dieses kokketierende, prollig-lifestylige Modewort schon höre oder lese... Die simplen SRs von Leuten, die wussten - oder auch nicht ;-) - wo sich die nächste kleine Baustelle an ihrem Töff befand, sind aus dem Strassenbild längst verschwunden. |
Nicht,
dass es solche Erscheinungen garnicht mehr gäbe, aber sie gehen
unter in der Menge der Kräder von Menschen mit immer mehr Geld
für das ultimative High-End-Gerät. Entweder für die
Race-Event-Renner auf dem Kringelkurs oder für Vor-die-Eisdiele
oder für's Schwerstmetall-Eisen eines Graubart-gepufferten (wg.
der Insekteneinschläge/ fehlenden, ordentlichen Helm ;-)
Freizeit-Djangos der sich sogerne noch mal ein cooles Outfit während
der Midlife-Crisis verschaffen will... Nee, schon klar - jedem das
seine :-) Ich jammer' ja nur ein bisschen, weil ich in früheren
Jahren mehr "Motorrad-Idylle" empfunden/gelebt habe? Aber
das ist wahrscheinlich schon sentimentale Einbildung? ;-)
Egal - den Stiefel hochheben und mit
Motorkraft loszufahren, ist für mich jedesmal was besonderes.
Das hat sich nie geändert. Die Gefühle bei'm Motorradfahren
rational erklären/begründen - das kann vielleicht ein
Psychologe. Für mich ist das jedesmal ein kleines Abenteuer, das
solange währt, bis ich das Moped vor der Garage stoppe. ...und
zwischen den größeren Motorrad-Touren träume ich von
den letzten Erlebnissen irgendwo in den Bergen oder auf schönen
Küstenstrassen. Eros Ramazzotti hören und von Norditalien
träumen ist eins... ...und Afrika - das Ding muss ich einfach
noch drehen...
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...und irgendwie klebe ich an den urigen Einzylindern: |
Noch
mit 23 Jahren hätte ich niemals gedacht, dass mich irgendwas mit
Motor vom Rennrad zerren könnte.
...bis
zu dem Tag, an dem ich an der Ampel stand und hinter mir ein fetter
Einzylinder runtergeschaltet wurde und der Motor sich mit einem
wunderbar vollen Klang gegen den Unterdruck stemmte... Neben mir
stand dann so ein Enduro-Man auf einer XT500 - ziemlich
schicksalhafte Begegnung... Die XT zog mit einem sonoren Ballern
davon und der Termin in der Fahrschule war gemachte Sache...
Wochen(!) vor der Prüfung stand -
natürlich - die XT
500 lauernd in der Garage. "Stand"
- damit war tagsüber gemeint. Die Nacht auf den Feldern wurde
intensiv für's "Training" genutzt. Die
lächerlichen Prüfungs-Kringel hatten durch das nächtliche
Rumgeschlinger auf dem Acker keine Chance. Die Fahrschul-Guzzi zog
einen schwarzen Strich im Februar durch den Schnee! in Richtung
"TÜV"-Bau... Der Prüfer hat mitgespielt.
(Irgendwie ging damals nochwas, oder?)
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Die dramatische Zunahme kinetischer Energie in meinem bisherigen 1MS-Zweiradleben hätte mich anfangs fast Kopf und Kragen gekostet. Die XT war für mich noch das beste Mittel in kurzer Zeit eine ganze Menge über die neue Tempo-Welt zu erfahren - ohne mit den damals noch üblichen filigranen Stahlrohrwerken plus relativ leistungsstarken Motoren - im Krankenhaus zu landen. Im Gelände rumzurutschen ist im übrigen eine der besten Motorradschulen! ...was sogar manchmal zu kleinen Überraschungen führte... |
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Zwischen dem ersten
XT-Kontakt und dem vorläufigen Ende der Selbstkasteiung
(Verkauf meiner ersten Tènèrè (1VJ), gab's
noch ein paar Andere ;-) Zuviel alle zu beschreiben... mehrere
XTs, TTs, XS500
(nur kurz), DT125 (ein unglaubliches Spaßgerät!)
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Studium - das Fahrrad hatte mich wieder, voll und ganz. Inklusive Finanzierung des Studiums durch Velos reparieren in einem - Fahrradladen! Mit der ersten Knete nach Studienende traten natürlich sofort wieder Gelüste nach einem ordentlichen Zerknall-Treibling auf. Zunächst bin ich in meiner rollenden Odysee zwischen den "Welten" etwas rumgetaumelt, aber - das war SEHR SPASSIG und erfahrungsreich! |
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Ich spar's mir wieder auf alle Kräder meiner "2-ten Phase" einzugehen... VX800, NX250, GPZ900R (erste Fahrt mit mind. Warp 3 :-), DR650RSE (das erste Motorrad, dass einfach Sch... war, NX650 (Sehr gut!), VF1000FII (Was für ein Eimer - aber der große V4 hatte einen Höllenklang...), XTZ750 (Fehler sie entlassen zu haben...), TT600R (Die bessere XT!), YZF750R (Normal ist sowas schnell genug...) |
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...aber
ohne Fahrrad geht natürlich nicht. ...und ich gebe zu - wenn
ich vor die Wahl gestellt wäre... |
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--> Kroatien 2000. Mit der TT durch's Gelände schnüffeln macht einen Wahnsinns-Spaß. Also doch endgültig Enduro oder eher Super Moto - oder... |
...eher ein "und"? :-) es kam erstmal - ein etwas anderer "Wahnsinn"... |