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Stand: 01/07

Räder, Speichen, Reifen.
Sämtliche Angaben ohne Gewähr! (Wer selbst schraubt - ist auch selbst schuld ;-)
Vorher...


Speichen:

Wenn die Stahlmikados nach und nach den Geist aufgeben oder ein Zentrieren trotz Korkenzieherähnlicher Verwindungen der Speichen nicht mehr möglich ist - Neue besorgen, Pelle und Bremsscheibe runter und den Bolzenschneider ansetzen. Dass Felge und Nabe vor der Montage auf Risse, Beschädigungen (Radlager) untersucht wurden, versteht sich von selbst. Die Speichengewinde vor der Montage mit Sprühwachs behandeln. Die Speichen-Nippel sollten mit Messing- oder Aluöse montiert werden!
Speichen, XT-Modelle, m. 18"-Zoll-Hinterradfelge, Scheibenbremse: 166mm/(167mm) Yamaha-Teilenr. (Satz): 1E6-25304-00 f. 18“-HR-Nabe, Scheibenbremse oder

34L-25304-00 f. 18“-HR-Nabe, Trommelbremse, Speichenlängen 161,5 mm für Kopfinnen (weiter Bogen), 163,5mm für Kopfaussenspeichen

Speichenstärke, alle (HR): 3,5mm auf 4,0mm (Einfach-Dickend)


- Einspeichen
Die "Kopfaussen-Speichen" (kurzer Speichenbogen) sollten zuerst in den Nabenflansch eingefädelt werden. Andernfalls müssen umständlich je 2 "Kopfinnen-Speichen" gelöst werden. Unterwegs, bei einem Speichenbruch, muss man es aber so machen. Im Grunde ist das Einspeichen einer Motorradfelge sehr simpel, weil die Felge ausgerichtete Felgenbohrungen hat, an denen man sich orientieren kann. Alle Speichennippel werden zunächst gleichmässig, zärtlich, mit gleichem Gewindeüberstand "angezogen". Erst dann beginnt das Spannen und Zentrieren der Felge. Bei/während dem Zentrieren und Spannen immer wieder mal mit einem kleinen Hammer gegen den am Flansch anliegenden Speichenbogen klopfen, damit sich die Speiche in diesem Bereich etwas setzt. Die Speichen müssen ordentlich Spannung haben, damit das Rad seitensteif ist und gleichzeitig erhöht sich damit die Lebensdauer der Speichen.


...nachher!

- Sonstiges
Die Speichen halten länger, wenn sie ordentliche Vorspannung haben und in den Kreuzungspunkten mit Kabelbindern "verzurrt" werden. Weiterer Vorteil: Falls mal eine Speiche bricht, gerät der Drahtstengel nicht in die Kette oder Bremse...


- Reifen, Luftdruck
Auf der Tenere: Metzeler "E2" hinten und "E1" vorne. Sehr gute Reifen auf der Strasse, insbesondere der "E2". Selbst für leichtes Gelände ist der "E1" aber völlig unpassend. Geschweige bei weichem Untergrund.
Mit dem Pirelli MT21 habe ich auf der TT600R auch bei Nässe (Strasse) gute Erfahrungen gemacht.

- Reifenwechsel
Wer den inneren Rand der Reifen wirklich tief ins Felgenbett drückt, kann auch dicke Rallyreifen mit kurzen Montiereisen über die Felge ziehen. Ganz wichtig: Bei der Montage alles schön mit Talkum pudern, gerade die Stellen in der Nähe des Reifenniederhalters! Der läßt sich dann viel leichter in Position bringen. Unterwegs: Zum Lösen des Reifens vom Felgenrand, kann der Seitenständer eines zweiten Moppeds sehr hilfreich sein.