Stand: 0605
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Tipps zur
TT600R
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Sämtliche Angaben ohne Gewähr! (Wer selbst schraubt -
ist auch selbst schuld! Etliches
zwischen XTs und TTs ist analog - im Laufe der Zeit bringe ich
aber noch ein paar spezifische "Unterschiede" hier ein.
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Fehlersuche: Troubleshooting, Motor steht, stottert...
.
Elektrik-Probleme
- Killschalter, Masse ok?
(Ggf. überbrücken) Zündschloß verdreckt?
- Alle Kontakte ok,
insbesondere: Steckkontakte! an der Zündspule,
Seitenständerstecker. Sekundärseite ist im Originalzustand
nässeempfindlich. Kerzenstecker ggf. trocknen und abdichten.
- Seitenständer-Schalter
- Stromspule, Widerstände
ok?
-
Zündkerze fit? (NIEMALS mit einer Metallbürste säubern!)
- Kondensator kann mit einer
Gleichstromquelle konditioniert werden
.
Vergaser-Probleme
- Ansaugstutzen dicht,
sitzen fest?
Test
etwa mit Bremsenreiniger (Vorsicht - Brandgefahr!)
- Desmodromik im
Primärvergaser lose? (Schraube auf Welle)
-
Hauptdüse(n) losgeschüttelt?
-
Luftfilter nicht verölt?
-
Schnorchel, Luftfilterkasten zu Vergasern - sitzen beiden Sutzen
rundum fest?
-
Durchfluss, insb. "verstecktes" Sieb über der
Schwimmerkammer
-
Membran geschmeidig und unbeschädigt? Schieber geht leicht hoch
und runter?
Guter
Test, ob die Membrane nicht zu hart geworden ist: Einweichen (ein
paar Stunden) in Benzin, die Membran quillt auf, wird größer,
einbauen, probieren ob sich 'was ändert. Ändert sich etwas,
weil die Membran womöglich ewig im trockenen Vergaser lag, hat
man den Hinweis auf Neubeschaffung. Die Sache mit dem "Einweichen"
kann auch bei Zusammenbau des Vergasers helfen. Allerdings wird die
Membrane bei deutlicher Schrumpfung kaum mehr Freude bereiten.
- Alle Schläuche
(Entlüftungen!) am und um den Vergaser unbeschädigt und
nicht geknickt?
.
-
Getriebe- und Kupplungsarbeiten
Wenn
der Abnehmer fehlt - einige Muttern lassen sich lösen, indem mit
einem simplen TUCH die Getriebezahnräder gegeneinander gesperrt
werden.
-
"Klackern"
Heftiges
Klackern, insbesondere bei Gaswegnahme, Nähe Leerlaufdrehzahl,
kann von einer gelösten 36er Mutter des Primärritzels auf
der rechten Kurbelwellenseite herrühren. Möglich ist auch
eine lose Mutter der Ausgleichswelle. Beides ist äußerst
gefährlich und muß sofort behoben werden!
Primärritzel ohne Mutter, Keil
sichtbar.
...bei
knapp 21.000 Km war's soweit - das Klackern kam mir bekannt vor und
tatsächlich war das Primärritzel lose.
-
Lebensdauer
Fahrt
den Motor generell mind. 10 km schonend warm - die TTR hat einen
großzügigen Ölkreislauf mit einem Öltank aus
Alu. Der Motor ist nach 10 Km noch nicht voll durchgewärmt!
(Haltet mal nach 5 Km die Hand an das Ölfiltergehäuse,
geschweige an das Kupplungsgehäuse, dann wisst ihr warum...)
-
Motoröl nachfüllen
Motor/Öl
muss richtig warm sein. Gleich nach dem Stillstand des Motors Stopfen
aufdrehen und Ölstand messen und/oder im Schauglas gucken.
Mopped gerade stellen, ein Messfehler wirkt sich aber aufgrund der
geringen Pegelbreite in seitlicher Richtung nur wenig aus. (Schmaler
Öltank in Längsrichtung)
-
Motorölwechsel (Natürlich KEIN Autoöl nehmen...)
Logisch, der Motor muß
richtig warm sein. Wichtig - vor dem Öffnen der Ablassschrauben
unbedingt den Einfüllstopfen öffnen und die
Entlüftungsschraube am Ölfilterdeckel. Die Luft kann besser
nachziehen, so kann das Öl beim Auslaufen Schmutzreste besser
mitnehmen.
Einen
Teil des frischen Öls über den Zylinderkopf
(Schaulochdeckel) einfüllen, ist empfehlenswert. Mindestens nach
Überholung. .
- Motor stottert, zieht
schlecht durch
Bei
höheren Drehzahlen, nach Öffnen der Drosselklappe des
Membranvergasers:
-
Membran verhärtet oder sogar undicht
-
Membrankolben nicht wirklich leichtgängig - glätten und
polieren der Wandung und der Kolbenoberfläche kann Wunder
wirken.
-
Gemisch zu mager oder total fett. Erste Orientierung nach Kerzenbild.
- Das Ansprechverhalten der
2ten Stufe kann durch... s.w.u.
-
Ölverbrauch
Hoher
Ölverbrauch, ab etwa 1 Ltr./1000 Km, bedeutet sicher eine
Motorüberholung. Bei starkem Kolbenverschleiß muß
sowieso mit viel Öldampf im Luftfilter gerechnet werden, was
weiteren Leistungsverlust bedeutet. ...auch Grund für das
Stottern bei hohen Drehzahlen sein kann. .
-
"Tuning"
Ein
Kabel
(rot-schwarz/schwarz) an der TCI dient zur fixen Verstellung des
Zündzeitpunktes. Letztlich soll so der Geräuschpegel etwas
reduziert werden. Abziehen ist gering leistungsfördernd.
Bisher hielt ich das für
Voodoo: Ölzusätze. Hab's trotzdem probiert. "FIN 25"
heisst das Zeugs und es ist tatsächlich wahr. Die TT rennt etwas
schneller. (Ähnliche Erfahrungen an mehreren eigenen KFZ)
- Tuning II
Ummodeln einer Originalnocke von und zu einer „HiHa“-Nocke (Kompetenter XTler, XT600-Forum)
...und nun liegt die Nocke erstmal 'rum, weil die anfängliche Euphorie zwischen Faulheit und schweinegut rennender TT hängengeblieben ist...
- Ventilspiel
Der Motor muß
vollkommen abgekühlt sein. Einlaß 0,05-0,10 mm/Auslaß
0,12-0,17 mm einstellen. Nach dem Einstellen nochmal den Motor in
Fahrtrichtung durchdrehen, und das Spiel nochmals kontrollieren. Wer
nicht 100% Gefühl für das Durchziehen der Fühlerstreifen
hat, sollte sich nicht ganz so eng an die untere Spiel-Grenze wagen.
Es besteht sonst die Gefahr überhitzter Ventile. Andererseits
macht der Zylinderkopf dann wieder mehr Radau...
.
Ansichten
(Vergleich DJ01 / 3AJ)
Auf
den ersten Blick sehen alle Membran-Vergaser der X- TTs sehr ähnlich
aus. Bei genauerem Hinschauen gibt's einige Unterschiede.
Grundsätzlich sind alle
XT/TT-Vergaser - nach angepasster Bedüsung - zum Ersatz
geeignet. Allerdings kann schon ein bei ebay erstandender
2KF-Vergaser überraschen, wenn man das Ding einbaut und dann an
seiner Tenere feststellt, daß die Spritzuleitung von schräg
vorne und oben, indes die Zuleitung von hinten, unten, aus
Richtung der Benzinpumpe kommt. Kleinigkeit - aber unschön. Oder
ein 1VJ-Vergaser ohne die Möglichkeit die Barometerdose seiner
3AJ ab '89 anzustöpseln...
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Einlassseiten
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Auslassseiten
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Linke Seiten
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Oberseiten
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Rechte Seiten
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Schwimmerkammer
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Ersatzteile,
leicht gemacht:
ALLE
Choke-Kolben
sind identisch. Zudem auch: XTZ 660 / SZR / Baghira.
ALLE Hauptdüsen
(primär/sekundär), haben die jeweils gleichen Gewinde,
unterscheiden sich also nur im Durchlaß.
Zumindest bei diesen
Bauteilen kann man also auch auf die letzten Baureihen zurückgreifen.
Abstimmung
mit "Hausmitteln" Achtung - echtes Zeitgrab ;-)
1. Sofern Ansaug- und
Abgasweg dicht sind, ist es eher ein positives Zeichen, wenn es im
Schiebebetrieb mal etwas patscht. Große Einzelbrennräume
neigen dazu. Die Einstellung des Leerlaufgemisches ist dann eher
optimal.
Das
"Patschen" kommt NICHT von einem fetten Gemisch, sondern
von einem etwas zu mageren Gemisch. Es kommt zu
Verbrennungsaussetzern. Die dann unverbrannten Gase sammeln sich im
Krümmer/Auspuff und entzünden sich an der heißen
Wandung.
2.
Ich würde beim Fehlen von Prüfstand und Sonde so vorgehen:
Große Hauptdüsen
(in Anlehnung an die für den jeweiligen TT-Typ vorgesehenen),
rein und eine lange Steigung unter Volllast hochfahren. Testfahrt
nicht unbedingt bei Frost und auch nicht bei 35° C. Schau'n, was
das Kärnchen bringt. Hauptdüsen etwas kleiner und den Spaß
wiederholen. Irgendwann verschlechtert sich das Ergebnis. Dann ist's
eindeutig zu mager. Schlimmstenfalls hört man ein feines
"Ticken" unter Last. Vorsicht! Das kann schon
Frühzündungsklingeln wg. Überhitzung sein. Also zurück
zu den nächst größeren Düsen. Das werden dann in
einem solchen Fall wenigstens 5 -10 Punkte insgesamt für beide
Vergaser sein. Spätestens jetzt sollte die Kerze genau
untersucht werden! Ein Stückchen unter Volllast, Zündung
unter Last! ausschalten und lange... warten, bis das Kärnchen
anfaßbar ist... Leider gibt das Kerzenbild heutzutage nicht
mehr viel her - Rückstände als Indikator werden durch
Additive stark gemindert. Mit verbleitem Sprit war das einfacher, da
hat sich ein grau-brauner Belag viel deutlicher als Indikator
gezeigt. Die Kerze darf aber keine "Pickel" haben, sie wird
bei "guter" Verbrennung aber ziemlich hell, fast ohne
erkennbare, braune Rückstände sein. Sogenanntes "rehbraun"
wäre eher schon eher zu fett. Ist das Kerzenbild
ok, geht's weiter. (NIEMALS eine abgekühlte Kerze in den heißen
Motor festschrauben!)
3. Der Teillastbereich wird nach Gefühl eingestellt. Nadeln eher Fett einhängen und dann wieder magerer, bis noch satter Durchzug da. Im Zweifelsfall aber eher fett gehen lassen! Beim Probieren sollte berücksichtigt werden, dass der Primärvergaser für den Bereich der niedrigen Drehzahlen logischerweise am meisten verantwortlich ist. (Die Drosselklappe des Sekundärvergasers wird zwangsgesteuert, "nachgeschleppt") Für mehr Druck von unten raus, kann es sinnvoll sein, für den Primärvergaser eine etwas fettere Nadelposition zu wählen. Beim Sekundärvergaser kann man tendenziell etwas magerer einstellen. Sehr wahrscheinlich wird zumindest das ändern der Nadelpositionen auch den Leerlauf ein wenig verändern. Somit muss mit der Leerlaufluft-Schraube nachreguliert werden. (Rein-/rausdrehen bis höchste Drehzahl und Anschlag wieder zurücknehmen)
4. Ein geringfügig "mager" befütterter Motor rennt zwar gut, aber umso mehr sollte man vorsichtig mit dem Volllastbetrieb umgehen. Wer das beherzigt, wird aber mit späterem Beschwerde-Stottern seiner TT bei Urlaubsfahrten durch/in die Berge belohnt.
"Menü"-Vorschlag, TTR: (Generell kann nie gesagt werden, dass eine bestimmte Vergasereinstellung auf andere Moppeds gleichen Typs mit Erfolg übertragbar ist. Da spielt zuviel mit ein. Jedenfalls ging meine TT unter Vollgas gering zu fett. Eine etwas kleinere Hauptdüse im Sekundärvergaser läßt sie richtig gut rennen.
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Düse/Nadel |
Original |
Änderung |
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- Hauptdüse, Primärvergaser: |
150 |
Unverändert |
|
- Hauptdüse, Sekundärvergaser: |
130 |
125 |
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- Nadel, Primärvergaser: |
5C5A (3te-Nut von unten) |
Unverändert |
|
- Nadel, Sekundärvergaser: |
5Y18 (3te-Nut von unten) |
Unverändert |
|
- Düsenstock, Primärvergaser: |
V00 |
Unverändert |
|
- Leerlaufdüse: |
Unverändert |
|
Filter,
Vergaser, Ansaugtrakt, Endtopf, alles original.
Vmax:
162,5 km/h (Reifenabhängig justierter "BC800",
Originaltacho etwas höher)
Verbrauch,
Durchschnitt, flott: 5-5,5l
/100 km
An der 3AJ gemacht: Muffe
für die Lambdasonde. Wichtig! Nicht zu nahe am Auslaß
anbringen.
Ansprechverhalten
Im Sekundärvergaser hat
der Unterdruckkolben eine kleine Bohrung im Boden. Die sorgt für
das Hochziehen des Schiebers durch Unterdruck oberhalb der Membran.
Es macht Sinn, sie ein klein wenig zu vergößern. 3,0 -
max. 3,5 mm Durchmesser. Das macht sich im Ansprechverhalten
bemerkbar. (Hat aber rein garnichts mit mehr Leistung zutun).
Unterdruckbohrung,
Sekundärkolben
Bei
einem Originaldurchmesser der Evakuieringsbohrung von ca. 1,8 mm
ergibt sich eine Fläche der Öffnung von 2,5 mm2.
Bei einem Aufbohren auf 3,5 mm ergibt sich eine Fläche von 9,6
mm2. Das bedeutet
fast eine Vervierfachung der Fläche!
4
mm Durchmesser ergeben eine Fläche von 12,6 mm2,
also 23,5 % mehr Fläche gegenüber der 3,5 mm Bohrung.
Durch das Einsetzen eines
abgeschrägten Röhrchens
(Ist nichts weiter, als eine schräg geschnitzte Popniete!),
kann der Unterdruck noch etwas gesteigert werden.
Ein freieres Hochziehen
einer eventuell zu stark gequollenen Membran des Sekundärvergaseres,
kann durch das dazwischenklemmen eines 3mm-starken
Aluringes
erreicht werden. (Spart euch bloß die 60-80 EUR für die
sogenannten "Kits", das könnt ihr euch schenken!) Den
Aluring schnitzt ihr euch selber, oder?
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Sollte eine Membran nach längerem Ausbau nicht mehr in die Ringnut des Vergaserdoms passen, legt die Membran ein paar Stunden in Benzin. Sie geht auf wie ein Hefekuchen :-) |
- Vergaser-"Tuning"
In gewissen Kreisen kursiert
das Gerücht lahmen X- und TTs mit kleineren! Vergasern vor
43F-selig mit mehr Leistung auf die Sprünge zu helfen.
Ich halte davon nicht
soviel. Das Einzige, was ich logisch nachvollziehen kann, ist, daß
bei niedrigen Drehzahlen die höhere Strömungsgeschwindigkeit
zu einer besseren Füllung und somit zu einem bulligeren Anzug
verhilft. Das mag zunächst beim Losfahren beeindrucken. Darüber
hinaus zählt eher ein größerer Vergaser-Querschnitt,
um mehr Frischgas zuzuführen. Was "früher" anders war
und zu mehr Leistung verhalf, waren jedenfalls höhere zulässige
Fahrgeräusche (die Auspuffanlagen 36A/59X waren völlig
anders gebaut, als diejenigen der nachfolgenden Typen) und noch
großzügigere Emissionsvorschriften. Außderdem waren
auch die Ventilquerschnitte der Einlaßventile kleiner.
Letztlich muß ein Vergaser schlicht optimal abgestimmt sein. Es
lohnt sich also eher mit der Bedüsung des vorhandenen Vergasers
zu experimentieren, um seine Kiste ordentlich zum rennen zu bringen.
Fahrwerk:
Antriebskette
Scheut euch nicht die Kette
auschließlich mit "WD40" regelmäßig zu
schmieren. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gesammelt. Wendet es
etwas häufiger als Kettenfett an. Alles bleibt sauber und die
Kette hält LÄNGER. Hierüber können wir jetzt
philosophieren, aber ich habe das an meiner TTR schon mehr als
20.000Km mit sehr gutem Erfolg gemacht.
Sehr
gute Erfahrungen auch mit billigstem Getriebeöl. Mit Pinsel
auftragen.
Bremsenquietschen
Ich nehme bisher für
die Vorderradbremse "Ferrodo"-Beläge. Das Problem ist
dauerhaft gelöst.
Die etwas teigige Hinterradbremse wird mit Carbon Lorraine-Belägen auf tauglich getrimmt.
Federbein
Die Federvorspannung soweit
hochschrauben, dass belastet etwa 30 % Negativfederweg vorhanden
sind. Vorne geht die Federbasis nicht zu verstellen.
Grundeinstellung:
Druckstufe: 18 Klicks auf
Zugstufe: 18 Klicks auf
Gabel
Grundeinstellung:
Druckstufe: 12 Klicks auf
Zugstufe: 15 Klicks auf
Hinterrad,
Ausbau
Vor
dem Aufbocken die Muttern der Steckachse lösen, das geht so
sicherer, weil man doch ganz schön hebeln muß. Nur lösen,
nicht abschrauben. Motorrad mit Wagenheber "über" den
Seitenständer neigen.
Kettenspannung
Zum Kontrolle immer
draufsetzen und die strammste Stelle der Kette raussuchen. Es muss
jedenfalls gewährleistet sein, dass die Kette bei vollem
Einfedern nicht stramm wird! Im Zweifelsfall ruhig hängen
lassen, das macht nix.
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Die untere
Lagerschale rauszuhauen - kein Problem:
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Einbau
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1. Lagerschalen und
Steuerrohr mit Brücke gleich ins Gefrierfach.
Ferner:
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Reifen / Luftdruck
Momentan fahre ich hinten
den MEFO MFE 01 Off Road Master in 130er Breite. Vorne den Pirelli
MT21. Enduroreifen für gemischten Straßen- und
Geländeeinsatz. Rutscht auf trockenem Asphalt gutmütig
- bei Nässe aber deutlich heftiger als der MT21 oder Karoo!
Luftdruck, Straße: Vorne: 1,5 bar, hinten: 1,5 bar. Gelände
vorne/hinten ca. 1,0 bar.
Pirelli
MT21: Mit dem Reifen bin ich problemlos durch die Alpen geschraddelt
und habe in Kroatien auch noch Schotter gefahren. Zurück war er
noch nicht ganz fertig. Trotzdem, weicher Reifen. Im Regen
erstaunlich gut. Wunderbare Drift-Eigenschaften. Stollenreifen auf
der Straße können einen Heidenspaß machen!
Reifenwechsel
Wer den inneren Rand der
Reifen wirklich tief ins Felgenbett drückt, kann auch dicke
Rallyereifen mit kurzen Montiereisen über die Felge ziehen. Ganz
wichtig: Bei der Montage alles schön mit Talkum pudern, gerade
die Stellen in der Nähe des Reifenniederhalters! Der läßt
sich dann viel leichter in Position bringen. Unterwegs: Zum Lösen
des Reifens vom Felgenrand, kann der Seitenständer eines zweiten
Moppeds sehr hilfreich sein.
Ruckdämpfer?
Bis jetzt fahre ich mit der
Originalnabe ohne Ruckdämpfer. Es gibt Meinungen, die jedenfalls
die XT-Nabe mit Dämpfer empfehlen. Ich laß' das. Meine
Meinung: Das fünfte Gangradpaar wird eher primärseitig
durch harte Lastspitzen belastet. Daß vom Hinterrad über
die Kette kurze, harte Lastspitzen ausgehen, glaube ich - bis jetzt -
nicht. An der Nabe hängt, zwar außen, auch ein dicker
Gummi :-). Dann sind flexible Speichen in denen die Nabe ja hängt.
...und die Kette ist auch nicht wirklich undehnbar. Über die
vielen Glieder tut sich auch eine Art Dämpfung. Die wirklich
harten Schläge kommen allerdings über die steifen und
durchgängig auf die Hauptwelle wirkenden Räder des
Primärantriebes. Kurzum, ich fahre so weiter und bin davon
überzeugt, daß das TT-Getriebe nicht ein Stück eher
platt geht, als bei den XT-Pendants mit Ruckdämpfer. Wir werden
sehen...
Schwinge
- entwässern...
Wer keine unnötigen
Wasservorräte
mitführen mag - sollte mal die Brühe ablassen...
...und etwa eine
1,5mm-Bohrung
am Schwingenende setzen.
Speichen
Halten länger, wenn sie
ordentliche Vorspannung haben und in den Kreuzungspunkten mit
Kabelbindern fest "verzurrt" werden. Weiterer Vorteil:
Falls mal eine bricht, gerät der Drahtstengel nicht in die Kette
oder Bremse...
Standrohre schonen
Staubkappen 1-2x im Jahr
abnehmen und mit Teflonfett füllen. Nach dem Fahren mit Schwamm
oder Lappen kurz die Standrohre abwischen. Abundzu mal die Standrohre
um 90° in den Brücken drehen.
Umlenkung
Die befand sich nach 21000
Km in astreinen Zustand.
Kein bißchen Rost in den Lagern.
Sonstiges:
- Reserve
Die Sprit-Reserve
des Originaltanks beträgt etwas großzügig ca. 3,5
Ltr. Wer den Umschaltpunkt etwas verzögern möchte, kürzt
das Kunststoffrohr
über dem Benzinhahn innerhalb des Feinsiebes auf ca. 60 - 70 mm.
Das bedeutet eine Reservemenge von ca. 2 Ltr.
-
Acerbistank. Habe nur einen Hahn montiert. Rechts verbleiben max. 1,5
Ltr die man schlimmstenfalls eben mal durch Kippen der Mopette
rüberschütten kann..
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Noch eleganter
läßt sich die TT mit manueller Dekompression starten.
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